Herzlich willkommen zu der neuen Entdeckersaison 2009 in der „Heimatregion der Stadtmusikanten“
Sehr viel Neues und Tolles wird es in diesem Jahr geben.
Unsere Planung für dieses Jahr stellen wir Ende Februar auf der NEUEN Internetseite Stadtmusikanten.eu vor.
Einen großen Erlebnistag gibt es für Kinder, Feriengäste und allen Freunden der Stadtmusikantengeschichte
am 25. Juli.
Ab Stellichte wird „Auf den Spuren der Stadtmusikanten“ geradelt.
Am Ziel gibt es dann das Theaterstück der Stadtmusikanten, Musik und Unterhaltung.
Die Termine 2009
„Auf den Spuren der Stadtmusikanten“
21. Juni -
16. August - Sonntag
10:00 Uhr ab Lintler Krug
17:00 Uhr (geplant) zurück Lintler Krug
Zu den historischen Hofanlagen in Ramelsen, Verdenermoor, Königshof und Stellichte.
„Vom Kräutergarten zum Waldgarten“
17. Mai - Sonntag
20. September - Sonntag
10:00 Uhr ab Dorfladen Bendingbostel
17:00 Uhr (geplant) zurück Dorfladen Bendingbostel
Durch Wald und Wiesen, vorbei an Biotope, zum Kräutergarten, der Federloher Mühle und dem Waldgarten des Rittergutes in Stellichte.
„Tour der Sinne“
05. April - Sonntag
26. Juli - Sonntag
10:00 Uhr ab Lintler Krug
17:00 Uhr (geplant) zurück Lintler Krug
Zum archäologisch interessanten Giersberg, Armsen, Luttum, durch die Aller - Marschwiesen zum Kultplatz Dalsch, der Kirche in Wittlohe, Stemmen, nach Lehringen zum Garten der Sinne.
Witterungs- oder organisatorisch bedingte Änderungen sind möglich.
Es ist geschafft, am Mittwoch, den 17. September 2008 wurde der Stadtmusikantenweg eingeweiht.

Wir, die Kirchlintler Tourenleiter und alle die sich an diesem Projekt beteiligten, wünschen den Radlern "Auf den Spuren Der Stadtmusikanten" märchenhafte Erlebnisse.
Der Weg führt durch die Landkreise SFA, ROW und VER.
Den Weg zeigen die Schilder mit den radelnden Stadtmusikanten an.
Weiter stehen an der Strecke zur Orientierung 6 Informationstafel.
Die Geschichte über die vermutliche Herkunft der Stadtmusikanten
Wie sie in der Heimatregion der Stadtmusikanten von den Geschichtskundigen erzählt wird.

Vor langer, langer Zeit lebte in einem kleinen Ort, nicht weit von Bremen bei der Oberen Wassermühle in Stellichte ein Esel. (Stellichte liegt im Landkreis Soltau/Fallingbostel). Weil er alt und ihm die Arbeit zu schwer wurde, zog er gen Bremen.
Denn er hatte von Reisenden gehört, wie diese davon erzählten, dass „Stadtluft frei machen solle“.
So beginnt die Geschichte der Stadtmusikanten.
Auf dem Geschichtsweg wird der Esel weiter zum Königshof geführt. Eine Ansiedlung, die zur Stadt Visselhövede gehört. Der Erzählung nach war einst der Königshof eine Domaine Kaiser Karl des Großen. Die ältesten noch stehenden Gebäudeteile stammen aus dem 15. Jahrhundert. Heute noch ist der Hof eine landwirtschaftliche Vollerwerbsstelle.
Eines der Privilegien der Bewohner war seit jeher die Ausübung des Jagdrechtes. Als dort der alte Jagdhund Reißaus genommen hatte, weil er alt war und seine Aufgabe nicht mehr erfüllen konnte, schloss er sich dem Esel an, um mit ihm nach Bremen zu wandern.
In Verdenermoor litten die armen Moorbauern unter der Mäuseplage. Das letzte Korn wurde ihnen weggefressen. Um dieser Plage Einhalt zu gebieten, hielten sie sich Katzen, die täglich mindestens 5 Mäuse vertilgen mussten. Doch wenn die Katzen alt waren und ihr Pensum nicht mehr schafften, wurden sie in einem der Moorgräben ersäuft. So sollte es auch mit einer Katze vom Krusenhoff geschehen. Jämmerlich maunzend saß sie auf dem Krusendamm. Esel und Hund kamen ihr gerade recht daher und so zog sie als Dritte mit nach Bremen.
Auf dem alten Heidehof in Ramelsen hatte sich hochherrschaftlicher Besuch angekündigt. Wie es der Brauch verlangte, wurde deshalb ein Festessen mit der traditionellen Hochzeitssuppe vorbereitet. Da hierzu eine kräftige Hühnerbrühe benötigt wurde, sollte der Hahn geschlachtet werden. Voller Angst saß dieser auf dem Ziehbrunnen vor dem Hause und schrie aus vollen Leibenskräften. Nur zu gerne ließ er sich überreden, mit nach Bremen zu wandern als die Drei ihn aufforderten.
Über den alten Postweg, deren Hohlwegspuren noch heute in Kirchlinteln nahe der Hügelgräberheide zu sehen sind, wanderten sie gen Bremen. Weil es dunkelte, nächtigten sie im Lindhoop, einem Waldstück zwischen Verden und Kirchlinteln. Nahe dem jetzigen Waldspielplatz, auf einem hohen Schlafbaum, thronte der Hahn. An der Grenze zur Stadt, auf einem Hügel, der von den Einheimischen Horst genannt wird, entdeckte er das Licht des Räuberhauses.
Wie die Vier dort die Räuber verjagten ist wohl jedem bekannt und auch dass sie bis an Ihr Lebensende in der Räuberhütte blieben.
Doch wie kommt es, dass nun ein Denkmal der vier Gesellen, die einst nach Bremen wandern wollten, in Bremen am Rathaus steht?
Die Bremer Kaufleute hatten derzeit einen schweren Stand, da sie ihre Waren nicht sicher transportieren konnten.
Auf dem Seeweg wurden ihre Schiffe Beute der Seeräuber wie von dem bekannten Klaus Störtebecker. Auf den Landwegen wurden ihre Frachtwagen von den Strauchdieben auf dem Horst ausgeraubt. Durch die Vertreibung der Spitzbuben von dieser Anhöhe konnten sie nun wieder ohne Schrecken ihre Waren über den Landweg transportieren. Die Freude über die Vertreibung der Räuber war daher bei den Bremern riesengroß.
Gerne hätten sie diese mutigen Geschöpfe in ihren Stadtmauern begrüßt. Die blieben jedoch auf dem Hügel, nahe der Stadt Verden bis an ihr Lebensende.
Viele Jahre später hatte ein Ratsherr die Idee, den Vieren, die in schweren Zeiten die Bremer Wirtschaft retteten, neben dem Rathaus ein Denkmal zu setzten. Das Standbild wurde 1951 von dem Bildhauer Gerhard Marcks geschaffen, so dass nun die Stadtmusikanten für alle Zeiten in ihrer Heldenposition in Bremen zu sehen sind.
In Bremen wird erzählt: „Fasst man den Esel mit beiden Händen an den Vorderbeinen, so geht ein Wunsch in Erfüllung“
ein Bein des Esels ergreifen,
denn dann würde ein Esel
dem anderen die Hand reichen,
sagt man in Bremen
Text nach Gebr. Grimm und K. Merkle. "Auf den Spuren der Stadtmusikanten" geschütztes Markenzeichen.
Alle Rechte an Schriften, Bilder und Konzept liegen bei Klaus Merkle Eichendorffweg 6, 27308 Kirchlinteln
